In meinem Blogger-Dorf
Wenn der Morgen in Dorfen leise erwacht, wenn die ersten Sonnenstrahlen zögerlich über die Dächer streichen und der Tau wie ein flüchtiger Gedanke auf den Grashalmen glitzert, öffne ich mein Fenster zur Welt – nicht aus Glas, sondern aus Worten. Es ist das digitale Fenster, das mir der Web-Dienst Blogger.com schenkt. Und durch dieses Fenster strömt mein kleines, großes Dorfen hinaus – in Geschichten, Erinnerungen und Spaziergänge, die ich in meinen Blogs Erlebnis Dorfen, Geschichte Dorfen und Spaziergang Dorfen mit der Welt teile.
Ich sitze still an meinem Tisch, während draußen das Leben langsam Fahrt aufnimmt. Die Tasten meines Laptops klacken leise, beinahe andächtig, als wollten sie den Zauber des Moments nicht stören. Es ist dieser besondere Zauber, der sich einstellt, wenn Worte fließen – wenn Gedanken, Erlebtes und Gesehenes sich in einen neuen Beitrag verwandeln. Blogger.com gibt mir dazu das Werkzeug, das ich brauche. Es ist mehr als nur ein technischer Dienst; es ist ein stiller Begleiter, ein Vertrauter, der mir erlaubt, mein Innerstes zu zeigen.
Ursprünglich heißt dieser Dienst Blogspot, ein Name, der mittlerweile fast vergessen scheint, denn längst gehört Blogger.com zum großen Haus von Google LLC, eingebettet in die Weiten des digitalen Universums von Alphabet Inc. Und doch bleibt es ein Ort der Nähe. Ein Ort, an dem ich öffentlich und frei mein eigenes Weblog einrichte – so wie ein Gärtner sein Beet bestellt, so wie ein Spaziergänger seine Wege wählt, so wie ein Erinnernder seine Geschichten behutsam aufbewahrt.
Meine Blogs wohnen auf dem firmeneigenen Server Blogspot – mit einer Adresse, die schlicht und ehrlich ist wie das Dorf selbst: meinblog.blogspot.com. Und manchmal, wenn es mir wichtig ist, gönne ich meinem digitalen Tagebuch einen eigenen Namen, eine eigene Adresse wie www.meinblog.de, damit es noch ein bisschen mehr nach Zuhause klingt.
Ich liebe diese stille Freiheit. Ein Klick in der Google Toolbar genügt, und ich kann, wenn ich will, eine ganze Webseite oder nur ein winziges Fragment davon in meinem Blog teilen. Es ist, als könnte ich den flüchtigen Augenblick festhalten – ein Satz, ein Bild, ein Gedanke – und ihn hinübertragen in mein digitales Dorfen, wo er weiterlebt.
Manchmal sitze ich nicht allein vor dem Bildschirm. Denn Blogger erlaubt es auch, dass mehrere Menschen gemeinsam an einem Blog schreiben. Es ist wie ein Gespräch am Gartentisch, bei dem jeder etwas beitragen darf – ein Wort, eine Erinnerung, ein Bild vom alten Stadttor oder vom Frühlingsduft am Stadtpark.
Wenn ich Neues ausprobieren will, Unfertiges denke oder einfach nur spiele, dann öffne ich Blogger in draft. Dort darf ich Vorschauen sehen – unfertige Elemente, die wie Skizzen auf einer Staffelei liegen. Sie warten geduldig darauf, vollendet zu werden. Und auch das ist ein Teil von Dorfen für mich: das Warten, das Reifenlassen, das behutsame Formen von Gedanken.
Nicht zuletzt bietet mir Blogger die Möglichkeit, mit Google AdSense kleine Anzeigen zu schalten. Auch das geschieht leise, fast unbemerkt, ohne meine Worte zu übertönen. Denn meine Texte stehen im Vordergrund – mein Dorfen, mein Spaziergang, meine Geschichte.
So beginnt mein Tag. Mit einem Tee und einen Bananen-Smoothie, mit einem Sonnenstrahl, mit einem Satz, der im Kopf zu klingen beginnt. Und Blogger.com ist der stille Raum, in dem all das wachsen darf. In Dorfen – und weit darüber hinaus.
Das Blog – mein Tagebuch in Dorfen
Inmitten des stillen Morgens, wenn die ersten Sonnenstrahlen zaghaft über die Dächer von Dorfen streichen und der Tau auf den Blättern glitzert wie winzige Erinnerungen, öffne ich mein digitales Tagebuch. Es ist ein Blog – mein öffentliches Journal, mein Ort der Worte und Gedanken, mein Herz im Netz.
Ein Blog ist mehr als nur eine Website. Es ist ein lebendiges Geflecht aus Erzählungen, Notizen und Beobachtungen, geführt von einem Menschen, der schreiben will – und fühlen. Ich bin dieser Mensch. Ich bin Blogger. In der digitalen Landschaft des Internets bin ich ein Wanderer, der in seinem Weblog Spuren hinterlässt. Meine Gedanken fließen wie die Isen durch Dorfen: mal ruhig, mal aufgewühlt, aber immer ehrlich und von innen heraus.
Das Wort „Blog“ ist eine zärtliche Abkürzung von „Weblog“ – dem Logbuch im Netz. „Web“ wie das weltumspannende Netz, „log“ wie das Tagebuch eines Kapitäns auf seiner Fahrt durch unbekannte Gewässer. Und genauso fühlt sich mein Blog manchmal an: wie das Logbuch einer Reise, die ich in Dorfen beginne – und deren Ziel mir das Schreiben selbst zeigt. Ich blogge. So nennt man diese Tätigkeit. Und mit jedem Post, den ich veröffentliche, gebe ich ein Stück meiner Zeit, meiner Sicht auf die Welt, meinem inneren Klang preis.
Die Struktur meines Blogs folgt dem Rhythmus der Tage. Die neuesten Beiträge stehen oben – sie sind wie frische Blätter, die der Wind mir gerade erst vor die Füße geweht hat. Ältere Einträge sind nicht vergessen. Sie leben weiter in Archiven, gut sortiert, als ob ich meine Gedanken in eine kleine Holzkiste gelegt hätte, versehen mit Datum und Duft der Stunde. Jeder Beitrag ist ein Post, ein kleines Kapitel meines Dorfener Lebens.
Ich schreibe aus der Ich-Perspektive, denn es geht um mich – aber auch um Dorfen, um die Menschen, um Spaziergänge, um Geschichte. Mein Blog ist nicht nur Bühne, er ist Fenster. Man schaut hinein – und ich lasse die Leser sehen, was mich bewegt. Ich protokolliere nicht nur Ereignisse. Ich öffne Türen zu Empfindungen, skizziere Erinnerungen, schildere Erlebnisse. Und manchmal frage ich, oft still, manchmal laut – und lade die Leser ein, zu antworten.
Denn ein Blog lebt auch vom Echo. Andere dürfen kommentieren, dürfen eigene Gedanken zu meinen hinzufügen. Es entsteht Dialog, Diskussion, Resonanz. Mein Blog ist kein Monolog, sondern Gespräch – zart, offen, manchmal widersprüchlich, aber stets in gegenseitigem Respekt. Ich kann selbst entscheiden, ob ein Kommentar sofort erscheint oder erst, wenn ich ihn geprüft habe. So wahre ich den Raum, den ich mit Vertrauen gefüllt habe.
Die Technik dahinter ist so fein gewoben wie der Stoff eines alten Tagebuchs. Jeder Beitrag hat seine feste Adresse – einen sogenannten Permalink. So können auch andere Blogs direkt auf einzelne Texte verweisen, als würden sie eine Seitenzahl im Buch aufschlagen. Manche Beiträge enthalten nur kurze Gedanken – sogenannte Snippets –, kleine Hinweise auf Dinge, die mich in anderen Blogs oder auf anderen Seiten berührt haben.
Und so wächst mein Blog. Er verknüpft sich mit anderen, wird Teil eines größeren Ganzen: der Blogosphäre. In meiner Blogroll sammele ich Links zu Blogs, die mir nahegehen, die ich lese, denen ich vertraue. Diese sichtbare Verbindung zu anderen Autoren fühlt sich an wie ein Spaziergang durch die Gärten anderer Seelen.
Manchmal nehme ich an Blogaktionen teil – etwa bei einer Blogparade. Dann schreiben viele Blogger zu einem gemeinsamen Thema. Jeder bringt seine Sicht ein. Es ist, als ob man sich am Marktplatz von Dorfen trifft, um Gedanken auszutauschen. Oder ich mache bei einer Blogtour mit – besuche andere Blogs mit einem Gastbeitrag oder Interview, wie ein Freund, der von Tür zu Tür geht, um Geschichten zu erzählen.
Technisch gesehen ist ein Blog ein Content-Management-System. Es erlaubt mir, Inhalte zu erstellen, zu verändern und zu veröffentlichen, ohne dass ich programmieren muss. Ich kann Vorlagen wählen, Farben anpassen, Bilder einfügen. Und doch bleibt mein Blog mehr als ein digitales Werkzeug – er ist mein Gefährte.
Ich weiß um die Verantwortung. Was ich schreibe, bleibt im Netz. Worte können gefunden, zitiert, gespeichert werden. Ich achte auf den Schutz meiner Persönlichkeit, auf die Rechte anderer, auf Respekt. In Zeiten des Blogspams und der politischen Konflikte achte ich darauf, dass mein Blog ein Ort des echten Ausdrucks bleibt. Nicht jeder ist ehrlich im Netz – aber ich will es sein.
Und so schreibe ich weiter. In Dorfen. Im Rhythmus der Tage. Mein Blog ist mein Ort. Mein Garten im Internet. Und ich lade ein – auf ein Gespräch, einen Gedanken, ein stilles Innehalten.
Ein Blogger von Dorfen
Ein leiser Chronist im digitalen Strom der Zeit
In den stillen Stunden des Morgens, wenn der Nebel noch tastend durch die engen Gassen von Dorfen zieht und die Dächer der alten Häuser sich zögerlich dem Licht öffnen, sitzt er schon da – der Blogger. Nicht laut, nicht eilig, sondern in sich versunken, mit einer Tasse dampfendem Cappuccino vor sich und dem sanften Klicken der Tastatur als einziger Begleitmusik.
Er ist ein stiller Beobachter, ein gefühlvoller Erzähler, ein Suchender im digitalen Dickicht. Die Welt nennt ihn Weblogger, doch für ihn ist das Schreiben mehr als ein technischer Vorgang. Es ist ein innerer Ruf, eine Sehnsucht, die sich in Worte kleidet. Seine Texte entstehen nicht im Lärm der Eile, sondern im Takt des Alltags in Dorfen – zwischen Bäckerei und Buchladen, zwischen dem Klang der Kirchenglocken und dem Rauschen des Windes über die Isenauen.
Der Blogger schreibt in der Ich-Form. Er verbirgt sich nicht hinter Fakten, sondern schenkt dem Leser sein Herz. Seine Gedanken sind offen, seine Meinungen ehrlich. Er schreibt nicht nur über Dorfen, sondern aus Dorfen heraus. In seinen Worten pulsiert das Leben der Stadt – der Duft der Marktstände, das Gelächter der Kinder am Brunnen, die Geschichte hinter den Fenstern der alten Stadthäuser.
Doch er schreibt nicht nur für sich. Er ist Teil eines unsichtbaren Gewebes, der Blogosphäre, verbunden mit anderen Stimmen, die überall auf der Welt erklingen. Mit Trackbacks und Pingbacks spinnt er Fäden zwischen seinen Gedanken und denen anderer Autoren. Er vernetzt sich, nicht aus Eitelkeit, sondern aus dem Wunsch nach Austausch, nach Resonanz.
Er gehört keiner bestimmten Gruppe an – und doch allen. Er ist weder jung noch alt, weder reich noch arm. Der Blogger von Dorfen ist ein Mensch in der Mitte seines Lebens, ein Wanderer zwischen Zeiten und Themen. Ein Kulturblogger, ja – aber auch ein stiller Chronist des Alltäglichen, ein Denker, der mit Worten Brücken baut.
In seinem Blog testet er Ideen. Nicht um zu gefallen, sondern um zu verstehen. Er beobachtet, wie seine Texte wirken, wie Leser reagieren – und manchmal formt sich aus einer kleinen Bemerkung eine große Geschichte. Der Blogger lebt vom Dialog, vom Echo seiner Gedanken in den Herzen anderer.
Seine Themen sind vielfältig, doch immer mit Dorfen verwoben. Mal erzählt er vom Ochsenkrieg, mal vom Cappuccino im Straßencafé. Seine Texte fließen zwischen Historie und Gegenwart, zwischen Romanze und Reflexion. Er ist kein Modeblogger, kein Technikfan – und doch weiß er, wie man Bilder malt mit Wörtern, wie man Leser berührt.
Manche nennen ihn Kulturblogger, andere einfach Schreiberling. Für ihn aber zählt nicht die Kategorie, sondern das Gefühl. Und obwohl er keine Kamera auf sich richtet und keine Videos auf Plattformen hochlädt, kennt er die Regeln des Erzählens. Er weiß um das Zwei-Quellen-Prinzip, achtet auf die Trennung von Meinung und Information und bleibt transparent, wo andere sich hinter Werbung verstecken.
Denn auch wenn er kein ausgebildeter Journalist ist, trägt er Verantwortung. Im Geiste der Blogger-Workshops des Münchner PresseClubs folgt er einem inneren Kompass, einem Ethos des Schreibens: wahrhaftig, offen, menschlich.
So sitzt er Abend für Abend am Fenster seines kleinen Arbeitszimmers, die Lichter von Dorfen im Blick, die Gedanken im Herzen – und schreibt. Nicht laut, nicht schrill. Sondern in jener stillen Art, die berührt. Und die bleibt.
Denn der Blogger von Dorfen ist mehr als ein Autor. Er ist ein Hüter der Geschichten. Ein Bewahrer der Gegenwart. Ein Wanderer zwischen den Zeilen. Und seine Worte – sie sind wie das Licht im Fenster, das noch brennt, wenn die Stadt längst schläft.
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1990 bis 1994 - Die allerersten „Blogs“
Am 13. November 1990 geht die Website des Informatikers Tim Berners-Lee online, auch wenn die Wörter weblog und blog noch nicht existieren. Berners-Lee nutzt den weltweit ersten Blog zum Informationsaustausch zwischen Wissenschaftlern vom europäischen Kernforschungszentrum am CERN bei Genf, wo er zu der Zeit arbeitet.
Rob Palmer veröffentlicht 1993 in einem Firmen-Intranet einen ersten Web-Journal-ähnlichen Beitrag – oft als Ur-Blog angesehen.
Justin Hall startet 1994 seinen persönlichen Blog „Links.net“, betrachtet heute als das erste öffentliche Weblog.
Ty Inc. - bekannt durch Beanie Babies - führt 1994 ein Unternehmens-Journal („Daily Diary“) ein. Damit ist es einer der ersten kommerziellen Blogs .
1995 bis 1999 - Konsolidierung und Namensbildung
Der Begriff „weblog“ wird 1997 von Jorn Barger geprägt – kurz darauf entsteht „blog“ durch Peter Merholz 1999.
Die „Charlotte Observer“ nutzt 1998 Blogging (zu Hurricane Bonnie), ein früher Nachrichten-Blog und Open Diary öffnet Blogging für breite Nutzergruppen.
Durch die Gründung von Blogger (Pyra Labs) und LiveJournal, Xanga etabliert sich an 1999 die Blog-Technologie.
Ab 1995 - Online-Tagebücher
Mitte der 1990er folgt eine Reihe anderer Blogs. Sie werden z.B. Online-Tagebücher genannt und sind Websites, auf denen Internetnutzer periodisch Einträge über ihr Leben machen.
Ab 1996 - Xanga
Ab 1996 werden Dienste wie Xanga eingerichtet, die Internetnutzern auf einfache Weise das Einrichten eines eigenen Weblogs ermöglichen.
1996 - Deutschsprachige Cybertagebücher
Frühe deutschsprachige Weblogs sind etwa netzine.de (1. Ausgabe am 3. Januar 1996 im Netz) von Walter Laufenberg, Robert Brauns Weblog, Moving Target und das von Christiane Schulzki-Haddouti gegründete „Cybertagebuch“, das sich an Kinder und Jugendliche richtet und später von der Aktion Sorgenkind übernommen wird.
1996 - Zagreb Diary
Über das CL-Netz wird das Zagreb Diary des niederländischen Journalisten Wam Kat verbreitet.
1997 - Scripting News
1997 wird eines der ersten Blogs gestartet, das bis heute existiert, namens Scripting News von Dave Winer.
1997 - Weblog
Ein weiteres frühes Blog ist Robot Wisdom von Jorn Barger, das als erstes mit dem Begriff „Weblog“ bezeichnet wird.
Ab 1998 - Schnelles Wachstum
Nach einem langsamen Start weisen solche Seiten ab Ende der 1990er ein schnelles Wachstum auf. So wächst Xanga vom ersten Blog im Jahr 1998 auf 21 Millionen im Jahr 2005.
1999 - Blog
Die Abkürzung Blog für Weblog stammt aus dem Jahr 1999 – in dem Jahr, in dem allgemein der Aufstieg dieser Art von Websites beginnt – und wird von Peter Merholz geprägt, der damit zum Ausdruck bringen will „wir bloggen“: „Für das, was es wert ist: Ich habe beschlossen, das Wort ‚Weblog‘ als ‚Wee-blog‘ auszusprechen. Oder kurz ‚Blog‘.“
1999 - Blogspot
Der Web-Dienst Blogspot wird 1999 vom US-amerik. Unternehmen Pyra Labs gegründet.
Ab 2000 - Professionalisierung und Monetarisierung
Google startet 2002 AdSense, was die Monetarisierung von Blogs fördert und kauft 2003 Blogger. WordPress entsteht aus b2/cafelog als Self‑Hosted Plattform .
Nach 2001 - Phänomen Blog
Nach 2001 werden die traditionellen Massenmedien auf die neue Darstellungsform aufmerksam. Erste Forschungsarbeiten aus der Journalistik über das Phänomen erschienen und immer mehr Privatnutzer beginnen, sich ein eigenes Weblog einzurichten. Gleichzeitig etablieren sich einige Blogs als angesehene Medien.
Nach 2001 - Informationsblogs und Meinungsblogs
Um die unterschiedlichen Charakteristika der Blogs begrifflich abzugrenzen, spricht man von Informationsblogs und Meinungsblogs, die sich auch organisatorisch voneinander unterscheiden. Meinungsblogs können nicht nur der Kommunikation privater Meinungen dienen, sondern können auch redaktionell gestaltete Informationsseiten sein, die der Meinungsbildung dienen sollen; die Begriffsabgrenzung ist dann nicht mehr gegeben bzw. der Übergang kann fließend sein.
Ab 2002 - Corporate Blogs
Ab 2002 wird das „Bloggen“ auch geschäftlich in Corporate Blogs oder Unternehmensblogs genutzt. So betreiben viele Medien inzwischen eigene Blogs, um ihren Leserkreis zu erweitern und Rückmeldungen von ihren Lesern zu bekommen.
2003 - Google kauft Pyra Labs
2003 kauft das Suchmaschinenunternehmen Google Inc. die Firma und damit auch den Web-Dienst und entwickelteihn weiter. Zudem werden früher kostenpflichtige Merkmale nun kostenlos angeboten.
Der Pyra-Labs-Mitbegründer Evan Williams verlässt später das Unternehmen Google.
Ab 2004/2005 - Medien und Unternehmen steigen ein
Große Medien-Websites, z.B. „The Huffington Post“, integrieren Blogs als journalistische Form und etablieren kombiniertes Format .
Corporate Blogging entwickelt sich zu einer festen Größe im Content-Marketing – Firmen nutzen Blogs strategisch zur Reichweitensteigerung und Kundenbindung.
Unternehmen aller Branchen starten externe und interne Blogs. Es entsteht ein Standard im Marketing- und Kommunikationsmix.
2004 - Wort des Jahres
Der US-amerikanische Wörterbuchverlag Merriam-Webster wählt die Kurzform „Blog“ zum Wort des Jahres 2004.
2004 - Google kauft Bildsoftware Picasa
Google kauft die Bildsoftware Picasa im Jahre 2004. Picasas Foto-Veröffentlichungs-Hilfsprogramm Hello wird in die Software „Blogger“ integriert und ermöglicht den Benutzern, ihre Bilder in ihren Blogs zu veröffentlichen („post“).
2004 - Neue Merkmale und neues Aussehen von Blogger
2004 wird das Aussehen von Blogger in Zusammenarbeit mit den Webdesign-Firmen Adaptive Path und Stopdesign verändert.
Des Weiteren werden neue Merkmale, wie CSS-konforme Vorlagen, individuelle Archivseiten für Beiträge und das Posten per E-Mail hinzugefügt.
2005 - Geschlechteranteile
Im deutschen Sprachraum bloggen mehr Frauen (66%) als Männer.
Die Diskrepanz zwischen Zahl der weiblichen Blogger und Wirkungsgrad ihrer Blogs belegen die „Deutschen Blogcharts“: unter den einhundert größten Blogs ist nur ein weiblicher Blog zu finden.
2005 - Politiker-Blogs
Viele Politiker benutzen heutzutage Blogs und ähnliche Formate als PR-Mittel während Wahlkampfreisen oder -veranstaltungen.
Als eines der ersten Portale weltweit bietet wahl.de 2005 ausschließlich Politikern das Erstellen eines Blogs an und bündelt die Ergebnisse auf dem Portal.
2006 - Blogosphäre hochgradig gegendert
Die meisten Autoren von reichweitestärkeren Blogs mit öffentlichen Themen sind weiß und männlich. Das Geschlecht der Blogger wirkt sich auch auf die Inhalte der Blogs aus.
Doppelt so viele von Männern geführte Blogs beschäftigen sich mit politischen Fragen, während Frauen vermehrt zu privaten Inhalten bloggen.
Die Blogs der Blogosphäre sind also „hochgradig gegendert“ (geschlechtsspezifisch).
2006 - Google-Server und neue Merkmale bei Blogger
2006 werden alle Blogs, die mit einem Google-Konto erstellt wurden, auf die Google-Server übertragen.
Mit der Migration werden einige Merkmale eingeführt, z.B.: Labels, Drag & Drop beim Layout, Berechtigungen (Private Blogs) und Web-Feeds.
2007 - Telemediengesetz
In Deutschland fallen Blogs in den Regelungsbereich des Telemediengesetzes (in Kraft seit März 2007). Da nach dem Gesetzestext auch Weblogs als Telemedien anzusehen sind, sind Weblog-Betreibern damit bestimmte Kennzeichnungspflichten auferlegt. Dazu zählen unter anderem die Notwendigkeit eines Impressums, sofern es sich um ein geschäftsmäßiges Weblog handelt.
2007 - Non-personal- und Personal-Blogger
Die Mehrzahl der Blogger (70%) veröffentlicht persönliche Erfahrungen und Erlebnisse. Verwenden das Weblog also als eine Variante des Online-Journals.
30% führen einen non-personal Blog. Schreiben also vor allem, um „zu kommentieren“ und „Informationen zu liefern“. Ihr Ziel ist zudem, ein möglichst großes Publikum zu erreichen.
Non-personal-Blogger sind zum Großteil Männer, die eine höhere formale Bildung als Personal-Blogger haben. Außerdem haben sie im Schnitt mehr Leser, aktualisieren ihr Blog häufiger und verbringen mehr Zeit damit.
2007 - Blogger für Word
Blogger für Word ist eine kostenlose Erweiterung für Microsoft Office, mit der es möglich isr, Einträge online und offline zu bearbeiten. Im Januar 2007 teilt Google mit, dass dieses Add-on nicht mehr kompatibel zur aktuellen Version des Bloggers ist
2007 - Microsoft Office in Blogger
Mit Microsoft Office 2007 ist es möglich, in Blogger Einträge ohne das Add-on zu veröffentlichen.
2008 - Schadprogramme bei blogspot.com
Laut Anbietern von Sicherheitssoftware, ist Blogger im Jahre 2008 mit seiner Domain blogspot.com der weltweit größte Verbreiter von Schadprogrammen.
2009 - Menschenrechtler
Viele Menschenrechtler, insbesondere in Ländern wie Iran oder China, benutzen Blogs, um ohne jegliche Zensurmaßnahmen der Regierungen Berichte über Zensur, aktuelle politische und soziale Lage zu veröffentlichen.
So bloggen z.B. viele Journalisten während der Proteste zu den Präsidentenwahlen im Iran 2009 ihre Berichte für ausländische Medien.
2009 - Chinesische Blogger Han Han
Einige vielgelesene Blogger haben in ihren Heimatländern Kultstatus und können sich aufgrund dieser Prominenz Meinungsäußerungen erlauben, die unbekannte Blogger ins Gefängnis bringen würden, so z.B. der chinesische Blogger Han Han.
2009 bloggen schon 150 Millionen Chinesen.
2009 - Politiker nutzen Twitter
Zu anderen, ähnlichen Formaten gehört beispielsweise Twitter. Bekannt geworden sind dabei einige Fälle, in denen Abgeordnete des deutschen Bundestags während geheimer Abstimmungen Vorab-Ergebnisse an die Öffentlichkeit „twitterten“.
2010er - Microblogging-Plattformen
Seit den 2010er gewinnen „Microblogging“-Plattformen wie Twitter und Instagram zu Lasten traditioneller Web-basierter Blogs an Bedeutung.
2010 - Frei wählbarer Server bei Blogger.com
2010 können Blogs auf einem vom Benutzer frei wählbaren Server per FTP oder SFTP installiert werden.
2011 - Anzahl der Blogs
In Deutschland betreiben etwa 8% der Internetnutzer ein eigenes Blog.
Weltweit soll es 2011) insgesamt etwa 173 Millionen Blogs geben und mindestens 200 kostenlose Blog-Anbieter.
2013 - Weblogs erhalten ISSNs
Die Deutsche Nationalbibliothek bezeichnet Blogs als Internetpublikationen und vergibt seit Herbst 2013 an Weblogs auch ISSNs.
2013 - Deutsche Blogger
2013 gibt es schätzungsweise 300.000 aktive Blogger in Deutschland.
2015 - Spiegel Online
Da die Unterscheidung zwischen Informationsblogs und Meinungsblogs nicht immer klar ersichtlich ist, achten journalistische Blogbetreiber verstärkt darauf, die Inhalte innerhalb desselben Blogs klar voneinander abzugrenzen und kenntlich zu machen, wie z.B. im Jahr 2015 auf Spiegel Online geschehen (Artikel: Die Glaubwürdigkeit der Medien - Ein Problemaufriss mit Handlungsempfehlungen)
2015 - Bloggeraffäre Harald Range
Manche sehen im Aufkommen von Weblogs und deren starker Verbreitung insbesondere in den USA eine neue Form von Graswurzel-Journalismus, die in Europa leicht in die Tradition des Herstellens von Gegenöffentlichkeit gestellt werden kann.
Diese spezielle Gegenöffentlichkeit kann wegen ihrer Internet-Verbreitung, besonders im Zusammenhang mit den Sozialen Medien, direkten Einfluss auf politische und rechtliche Fragen haben.
Besonders deutlich wird das am Fall des Blogger-Portals Netzpolitik.org, das 2015 indirekt schwere Konflikte zwischen dem Bundesjustizminister, dem Nachrichtendienst des Bundes und dem Generalbundesanwalt verursacht hat (Bloggeraffäre Harald Range).
2016 - Dennis Coopers Blog
Die Deaktivierung von Dennis Coopers Blog 2016 ohne Erklärung und ohne Zusicherung, dass die Ergebnisse seiner jahrelangen Arbeit (der Schriftsteller baut seit 2006 seinen Blog auf) nicht verloren sind, untergräbt das Vertrauen, das die Benutzer in Online-Dienste setzen, mit denen sie ihre Arbeiten und Ideen verfügbar machen.
2018 - Tag des Bloggens
Zur Ehre des ersten Blogs von 1990 wird seit 2018 am 13. November der Tag des Bloggens gefeiert.

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